Jola Spezialschalter K. Mattil & Co. KG
Klostergartenstraße 11-20
D-67466 Lambrecht
Tel.: 06325/188 - 01

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Standaufnehmer (Konduktive Stabelektroden)
vom Typ LSE und Messumformer vom Typ Limitstar
als Standgrenzschalter von

Überfüllsicherungen für Behälter zum Lagern wassergefährdender Flüssigkeiten


 
Allgemeines
Aufbau der Überfüllsicherung
Der Standgrenzschalter besteht aus dem Standaufnehmer (konduktive Stabelektrode) und
einem Messumformer (Elektrodenrelais) mit binärem Signalausgang. Dieses Signal kann
direkt oder über einen Signalverstärker der Meldeeinrichtung oder der
Steuerungseinrichtung mit einem Stellglied zugeführt werden.


Funktionsbeschreibung
Der Standaufnehmer in Form eines konduktiven Elektrodenpaares und der Messumformer
in Form eines Elektrodenrelais wirken zusammen. Erreicht die leitfähige Lagerflüssigkeit die
Spitzen der Elektrodenstäbe des Standaufnehmers, so bildet sich eine leitfähige Verbindung
und es fließt darüber ein Steuerstrom, wodurch im Messumformer je nach Ausführung ein
potentialfreier Wechsler bzw. ein potentialfreier Öffner betätigt wird (binäre Signale).
Für die sichere Meldung auch bei Ausfall der Hilfsenergie ist der Messumformer nach dem
Ruhestromprinzip ausgeführt, d.h., dass der Kontaktzustand am Wechsler bzw. am entsprechenden
Öffner bei Alarmgabe der gleiche ist wie bei Ausfall der Hilfsenergie.
Mit Hilfe einer im Standaufnehmer-Kopf eingebauten Zenerdiodenschaltung wird die im
Messumformer zusätzlich eingebaute Leitungsüberwachungselektronik bei Leitungsbruch
aktiviert. Dadurch werden Unterbrechungen der Verbindungsleitungen zwischen
Messumformer und Standaufnehmer erkannt und die potentialfreien Ausgangskontakte wie
bei Ausfall der Hilfsenergie umgeschaltet. Zur optischen Kontrolle des Betriebszustandes
sind Leuchtdioden eingebaut, an denen der Schalt- bzw. Alarmzustand zu erkennen ist.
In der Standardbetriebsart meldet der Messumformer einen Alarm nur solange der
Alarmgrund, z.B. Elektrodenstabbenetzung oder Leitungsbruch, noch gegeben ist. Der
Messumformer meldet nicht mehr Alarm, wenn die Elektrodenstäbe wieder trocken sind
bzw. die Leitung wieder Kontakt hat.
Damit ein einmal aufgetretener Alarm gespeichert werden kann, zum Beispiel für eine spätere
Bestätigung durch Bedienpersonal (Quittierung), kann der Messumformer in die
Betriebsart “Selbsthaltung” umgeschaltet werden. Dies erfolgt durch Einrasten des
Schalters an der Frontplatte.
Ist die Selbsthaltung auf diese Weise aktiviert, gibt der Messumformer die Alarmmeldung
aus, auch wenn der Alarmgrund inzwischen weggefallen ist. Durch späteres Ausschalten
des Schalters für Selbsthaltung wird der Alarm manuell bestätigt, worauf der Messumformer
nur dann den Gutzustand anzeigt, wenn der Alarmgrund weggefallen ist.
Es ist in keiner Betriebsart möglich, bei bestehendem Alarmgrund eine Alarmmeldung zu
unterdrücken.


Einsatzbereich
Die Standaufnehmer dürfen nur für elektrisch leitende Flüssigkeiten mit einer spezifischen
elektrischen Leitfähigkeit von mindestens 50 µS/cm (Messung nach DIN - IEC 93) verwendet
werden, so dass der Ansprechwert von 30 kOhm sicher erreicht wird. Sie sollen nicht
verwendet werden:
- in elektrisch nicht-leitenden Flüssigkeiten,
- in Flüssigkeiten, die zur Schaumbildung neigen,
- in Flüssigkeiten mit starker Dampfbildung und Kondensatanfall,
- in Flüssigkeiten, die die Elektrodenstäbe und/oder den Schrumpfschlauch zerstören,
- in zu Ablagerungen neigenden Flüssigkeiten, vor allem bei nichtleitenden Ablagerungen.
Die Standaufnehmertypen ohne Adapter sind für den Einsatz in Behältern, die unter
atmosphärischen Bedingungen betrieben werden, geeignet. Die Typen mit Adapter
(LSE.....D) können außerdem bei einem Überdruck von max. 15 bar eingesetzt werden.
Bei Gefahr von isolierenden Rückständen der Flüssigkeit an den Elektroden ist eine
Reinigung der Elektrodenstabspitzen regelmäßig vorzusehen.
Die Messumformer dürfen in einem Temperaturbereich von - 20° C bis + 60° C betrieben
werden. Sie sind nur für den Schaltschrankeinbau oder für den Einbau in ein entsprechendes
Schutzgehäuse vorgesehen und dürfen daher auch nur dort eingebaut werden. Sie sind
nur geeignet für den Einsatz in sauberer Umgebung. Werden sie in Schaltkästen oder
Schaltschränken in nicht trockenen Räumen betrieben, müssen die Schaltkästen oder
Schaltschränke mindestens der Schutzart IP 54 entsprechen.


Typenschlüssel:
Typenschlüssel  Standaufnehmer LSE...

Typenschllüssel Limitstar .

Einbau der Standaufnehmer
Die Standaufnehmer sind für den senkrechten Einbau von oben vorgesehen, können jedoch
auch in Schräglagen bis zu 45 Grad montiert werden. Der Einbau erfolgt über den
Einschraubnippel des jeweiligen Standaufnehmers. Ein seitliches Gegenlager aus nichtleitendem
Werkstoff ist für die Elektrodenstäbe vorzusehen:
- bei schrägem Einbau ab einer Länge der Elektrodenstäbe von 1,5 m.
Bei einer Länge über 500 mm sind Abstandsstücke vorgesehen.

Elektrischer Anschluss
Der elektrische Anschluss Standaufnehmer/Messumformer ist wie auf den Produktseiten des Limitstar 101 bzw. Limitstar 101/S unter Prinzipschaltbild/Prinzipschaltbild 2 aufgezeigt vorzunehmen.

Der Standaufnehmer wird über die Klemmen im Anschlusskopf an die Klemmen 7 und 8 des
jeweiligen Messumformers angeschlossen.
Beim Limitstar 101 wird die Meldeeinrichtung an die Klemmen 9, 10 und 11 angeschlossen;
beim Limitstar 101/S an die Klemmen 9 und 10.

Hinweise zum Katalog:
Abweichungen gegenüber den Abbildungen und technischen Daten sind vorbehalten.

Hinweise zu den Geräten:
Die in diesen Unterlagen beschriebenen Geräte dürfen nur durch entsprechendes,
qualifiziertes Fachpersonal eingebaut, angeschlossen und in Betrieb genommen werden!


Die Angaben dieses Prospektes enthalten die Spezifikation der Produkte, nicht
die Zusicherung von Eigenschaften.

 

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